Endotherapie setzt sich bei Gemeinden durch

Endotherapie
Impfung mit chemischen Pflanzenschutzmitteln direkt in den Stamm

Bäume werden mit schonenderer Methode „geimpft“

Mit der „Endotherapie“ will die Stadt Altea ihren Bäumen einen schonenderen Schutz gegen diverse Schädlinge von Picudo Rojo über Tomicus destruens und Blattlaus bis hin zur Prozessionsraupe gewähren als es bisher angewandte Chemiekeulen und Sprühnebel taten. Begonnen wurde mit der Behandlung an den Avenidas Comunitat Valenciana und Corts Valencianes. Nicht nur sollen die behandelten Bäume weniger aggressiv angegangen werden, auch für die Menschen in der Umgebung, z. B. bei Schulen, liege der Verzicht z. B. auf gesprühte Chemie auf der Hand, so Alteas Umweltstadträtin Inma Orozco. Die Anwendungskosten werden niedriger liegen, die Effizienz höher, weil die selektive Anwendung von Mitteln, die sich dann über die Pflanzensäfte in der Pflanze verbreiten, so Orozco. Ausserdem setze Altea künftig auf Essig als umweltschonendes Herbizid.

Endotherapie bei Palmen

Die Idee ist, der Palme eine Möglichkeit zur Selbsthilfe zu geben. Palmen haben Fressfeinden von Natur aus nichts entgegen zu setzen. Ihre Saft ist nicht giftig wie der Saft des Oleander. Das gilt es zu ändern. Durch Setzen von Kunststoff-Kanülen schafft man sich einen Zugang zum Inneren der Palme, direkt zum Saftkreislauf. Damit kann man der Palme das geben was ihr zur wirksamen Bekämpfung der fressenden Larven feht, nähmlich Gift. Das wird in kleinen Dosen von wenigen Millilitern in die Kanülen gespritzt und dort von der Palme aufgenommen. Die Palme transportiert das Gift bis in die obersten Wedel. Da die Kanülen hermetisch verschlossen sind tritt keine Umweltschädigung ein. Die Methode ist bienenfreundlich.

Das Video zeigt das Arbeiten mit Kanülen der Firma SOSpalm