Beauveria bassiana seit einem Jahr erfolgreich im Einsatz

Elche setzt auf Pilzsporen Beauveria bassiana und ist seit einem Jahr damit erfolgreich. Pilz wird auch an Privatpersonen abgegeben.

Beauveria bassiana rettet historischen Palmengarten
Der vollständige Artikel ist in der Printausgabe der Costa Blanca Nachrichten nach zu lesen.

Mallorca Zeitung stellt Aussage zur Wirksamkeit von Beauveria bassiana richtig

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Bericht der Universität Valencia zum Test von Beauveria bassiana auf den Balearen

Anmerkungen zum Test des Instituto Agroforestal del Mediterráneo. Universitat Politècnica de València.

Zum Test

Die Wissenschaftler haben einen Test der Inselregierung zur Wirksamkeit der Sporen des Pilzes Beauveria bassiana begleitet. Dabei handelt es sich um einen Freilandversuch auf den spanischen Inseln IBIZA und MALLORCA. Zur Anwendung kamen Fallen der Firma Glen Biotech /Alicante.

Die Wirkungsweise dieser Fallen ist folgende:

Mittels eines Lockstoffes werden die Käfer in das Innere der Falle gelockt um dort mit den Sporen des Pilzes Beauveria bassiana infiziert zu werden. Ca. 7 Tage nach der Infektion tritt der Pilz aus dem Körper des toten Käfers aus. Befindet sich der Käfer im Kopf der Palme und kommt ein anderer Käfer mit dem Kadaver in Berührung kommt es zur sogenannten Sekundärinfektion. Der austretende Pilz ist dabei genauso infektiös wie die ursprünglichen Sporen. Die Fakten zur Sekundärinfektion sind wissenschaftlich belegt.

Der Versuch sollte nun zeigen inwieweit mit dieser Anordnung (Fallen mit Beauveria bassiana) ein praktischer Schutz bzw. die Bekämpfung der Palmrüssler Plage möglich ist.

Anmerkung:

Die Nutzung der Sekundärinfektion ist in der wissenschaftlichen Literatur beschrieben, aber nur mit einem Faktor um die 30% Wirksamkeit. Das erklärt sich daraus, dass eben ein physischer Kontakt mit dem Kadaver stattfinden muss und dass der Käfer zum Zeitpunkt seines Ablebens auch tatsächlich in der Palme sein muss. Fällt er vorher geschwächt zu Boden findet keine Infektion statt.

Die Erfolgsaussichten für diesen Test waren also von vorneherein nicht optimal.

Der Einsatz von Fallen, gleich ob man die Käfer tötet oder sie als Infektionsträger nutzt ist immer problematisch. Picudo rojo kann Lockstoffe (auch verletzte Palmen) über 25 km Entfernung riechen. Man holt sich also eine ganze Armee Picudos in den Garten. Selbst bei einer Wirksamkeit von 80% (Ergebnis der Studie) bleiben viele übrig, die es nicht in die Fallen geschafft haben.

Ein weiteres Problem liegt in dem Gehäuse der Fallen. Es ist schwarz. Dadurch absorbiert es die Sonnenenergie maximal. Man kann sich vorstellen, welche Temperaturen im Inneren herrschen. Pilzsporen sind zwar nicht so empfindlich wie Nematoden aber über 60° wird es auch für Pilzsporen kritisch.

 

Studie:

http://www.caib.es/govern/sac/fitxa.do?codi=2545650&coduo=1155&lang=es

Glen Biotech gewinnt 30.000 € Preis für Best Business Project

Glen Biotech gewinnt 30.000 € Preis für Best Business Project

Glen_Biotech
Preis für Beauveria bassiana Entwicklung

Glen Biotech, AlicanteDer Link hat sich geändert, neu:

http://web.ua.es/es/actualidad-universitaria/2010/diciembre2010-20-23/glen-biotech-primera-spin-off-del-parque-cientifico-de-alicante-galardonada-con-el-primer-premio-del-programa-biocampus-de-genoma-espana.html

Endotherapie setzt sich bei Gemeinden durch

Endotherapie
Impfung mit chemischen Pflanzenschutzmitteln direkt in den Stamm

Bäume werden mit schonenderer Methode „geimpft“

Mit der „Endotherapie“ will die Stadt Altea ihren Bäumen einen schonenderen Schutz gegen diverse Schädlinge von Picudo Rojo über Tomicus destruens und Blattlaus bis hin zur Prozessionsraupe gewähren als es bisher angewandte Chemiekeulen und Sprühnebel taten. Begonnen wurde mit der Behandlung an den Avenidas Comunitat Valenciana und Corts Valencianes. Nicht nur sollen die behandelten Bäume weniger aggressiv angegangen werden, auch für die Menschen in der Umgebung, z. B. bei Schulen, liege der Verzicht z. B. auf gesprühte Chemie auf der Hand, so Alteas Umweltstadträtin Inma Orozco. Die Anwendungskosten werden niedriger liegen, die Effizienz höher, weil die selektive Anwendung von Mitteln, die sich dann über die Pflanzensäfte in der Pflanze verbreiten, so Orozco. Ausserdem setze Altea künftig auf Essig als umweltschonendes Herbizid.

Landesregierung verbietet Pheromonfallen gegen Palmrüssler

Das Verbot ist Teil eines weitgehenden Regelwerks, das nun auf den Weg gebracht wurde

25.05.2015 | 10:46

Palmrüssler in der Falle.

Das balearische Umweltministerium untersagt den Einsatz von Pheromonfallen zur Bekämpfung des roten Palmrüsslers auf Mallorca. Das Verbot ist Teil einer neuen Verordnung, mit der die Landesregierung auf die fortschreitende Ausbreitung des eingeschleppten Schädlings reagiert und die in Kürze in Kraft treten soll. Wie es im Umweltministerium heißt, sei der Einsatz der Fallen in vielen Fällen kontraproduktiv, da dadurch die schädlichen Insekten überhaupt erst angelockt würden.

Pheromonfallen funktionieren mit Hormonstoffen – der vermeintliche Hochzeitsflug der Insekten endet, wenn sie in die seitlichen Öffnungen der Kunststoffbehälter geraten, aus denen es kein Entkommen mehr gibt. Das Ministerium hat bereits seit längerem Zweifel am Einsatz der Fallen. Sie eignen sich demnach ausschließlich zum Schutz von gesunden Dattelpalmen (Phoenix dactylifera und Phoenix canariensis), die in der Nähe von befallenen Palmen wachsen. Die Lockstoffe bringen die Käfer nämlich dazu, in die Richtung eines neuen Fressplatzes zu fliegen.

Die jetzt auf den Weg gebrachte Verordnung sieht eine Reihe von weiteren Vorschriften vor. Dazu gehören ein Register für Gartenbetriebe, die Identifizierung und Kontrolle befallener Pflanzen, neue Auflagen für den Import, Präventivmaßnahmen für zum Verkauf stehende Pflanzen sowie Auflagen bei der Neubepflanzung bereits betroffener Standorte.

Der Palmrüssler hat seit seiner Entdeckung im Jahr 2006 inzwischen rund 10.000 Palmen auf Mallorca befallen. Am meisten fielen ihm in der Bucht von Palma sowie in den Gemeinden Manacor, Inca und Pollença zum Opfer. Zuletzt griff der Palmrüssler aber auch auf die Gemeinden der Tramuntana im Norden über. Nach wie vor ist die Palmenart „Phoenix canariensis“ am stärksten betroffen.

Die gut drei Zentimeter großen Exemplare des „Rhynchophorus ferrugineus“ fressen meterlange Gänge im Inneren der Stämme und bringen die grünen Palmwedel zum Abknicken. Wenn den ursprünglich aus Asien stammenden roten Rüsselkäfern vorher nicht der Garaus gemacht wird, erlegen sie so den kompletten Baum. Bekämpft wird der Palmrüssler bislang unter anderem durch Stamminjektionen, Duftfallen oder mechanische Entseuchung, im fortgeschrittenen Stadium muss die betroffene Palma ganz gefällt werden.

Finca-Besitzer auf Mallorca müssen den Befall melden und können von den Behörden verpflichtet werden, dagegen vorzugehen. Wer Zweifel hat, Fotos der betroffenen Palmen auch per E-Mail einschicken (span./engl.), die Palmen werden zudem kostenlos vor Ort begutachtet. Conselleria d´Agricultura, C./ dels Foners, 10, 07006 Palma, Tel.: 971-17 66 66, sanitatvegetal@dgagric.caib.es. /ff

Beauveria bassiana, flüssige Pilzsporen


Pilzsporen in Öl zu konservieren hat folgende Vorteile:

die Sporen haften gut auf dem Untergrund

sie sind besser gegen die UV- Strahlung geschützt

die Verarbeitung ist einfach

die Haltbarkeit ist länger aus bei anderen Methoden

Biologischer Palmenschutz

Häufig wird Pflanzenschutz mit chemischen Giften durchgeführt. Das ist billig und der Erfolg zeigt sich schnell in Form von zahlreichen toten Insekten. Aber ist es wirklich ein billiger Erfolg? Naturschützer schlagen Alarm. Sie beobachten einen starken Rückgang insektenfressender Vögel*1.
Imker schlagen Alarm, sie verloren bis zu 50% ihrer Völker*2.
Die so wichtige Bestäubungsleistung der Bienen geht zurück und damit die Artenvielfalt der Natur und der Ertrag der Obstbauern.

Sollen wir deshalb unsere stattlichen Palmen kampflos dem „Staatsfeind Nr. 1 der Küste, dem gefürchteten roten Palmrüssler überlassen?

Das müssen wir nicht. Es gibt Alternativen. Die Natur selbst zeigt uns den Weg. Jede Art hat natürliche Gegenspieler die sich im Laufe der Evolution entwickelt haben. Im Fall des Palmrüsslers hält ein räuberischer Pilz die Population im Zaum. Beauveria bassiana befällt nur wenige Käferarten und einige Motten. Mit diesem Pilz ist ein gezielter Einsatz gegen den Palmenschädling möglich. Bienen und andere Insekten werden nicht befallen.

Die Infektion mit den Pilzsporen erfolgt an der Oberfläche der Palmen. Was aber wenn bereits Larven im Inneren ihr gefräßiges Werk verrichten? In der Natur schützen sich Pflanzen gegen Fressfeinde oft mit giftigem Saft. Dieser Schutz wird mit der Endotherapie auch bei Palmen erreicht. Man gibt der Palme das Gift, das sie nicht selbst produziert. Und wieder trifft es nur die, die es treffen soll, zielgenau. Wir haben die Technik, wir haben die Mittel. Es liegt an uns selbst ob wir die Vielfalt der Natur erhalten. Jeder kann seinen Beitrag leisten.


*1)
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/pestizide-schaedlingsbekaempfungsmittel-bedrohen-singvoegel-a-980271.html
*2)
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/pestizide-machen-bienen-orientierungslos-a-959820.html